Für das Fehlen des notwendigen Knochenvolumens können unterschiedlichste Faktoren verantwortlich sein. So können die Genetik, das Alter oder stoffwechselbedingte Krankheiten einen wesentlichen Einfluss auf die Knochenstruktur des Patienten haben. In den meisten Fällen ist jedoch der Verlust eines Zahnes für die Rückbildung der Knochenstruktur verantwortlich, die durch die ausbleibende Kaubelastung begünstigt ist. Durch die Kaufunktion wird an den Kieferknochen vom Zahn über die Wurzel ein Belastungsimpuls geleitet, der für den Erhalt der Knochenstruktur essentiell ist.
Fehlt ein Zahn, und wird dieser nicht zeitnah ersetzt, kann dies auch benachbarte Zähne negativ beeinflussen und durch Zahnwanderungen zu weiterem Zahnausfall führen.
Aus diesem Grund wird geraten: Beim Verlust eines Zahnes sofort handeln!
Für den Knochenaufbau benötigt man heutzutage keine parallele Zweitoperation mehr, bei der dem Patienten ein körpereigener Knochenblock aus dem Kiefer-, dem Schädel- oder dem Hüftknochen entnommen wird.
Mit dem Verzicht auf eine zusätzliche Operation unter Vollnarkose vermeidet man zusätzlich alle damit einhergehende Risiken, Kosten und Regenartionsprozesse.
Dank neuester Entwicklungen und dem Einsatz biologischen Knochenersatzmaterials (u. a. von Bio-Oss ®) sowie stabilen und sich selbst auflösenden Schutzmembranen (u. a. Bio-Gide ® der Firma Geistlich) wird es möglich, nur an der dafür vorgesehenen Implantationsstelle den Knochenaufbau vorzunehmen.
Im Falle eines Knochenaufbaus verlängert sich die Dauer der Einheilung bzw. der Wiederbelastung der Operationsstelle auf 4 bis 6 Monate. In Ausnahmefällen wird das Setzen eines Implantates erst nach erfolgreichem Knochenaufbau möglich und kann die Einheilungszeit von 6 Monaten überschreiten.
Die naturgegebene lückenlose Belastung des Kieferknochens ist daher die Voraussetzung eines funktionierenden Kauapparats, der ein Leben lang halten kann. Diese natürliche Funktion kann unter Umständen nur durch Implantatsysteme und einen begleitenden Knochenaufbau erreicht werden.
Nach erfolgreichem Aufbau des Kieferknochens, ersetzen neue Zahnimplantate die Wurzeln natürlicher Zähne und stützen somit auch benachbarte Zähne.
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