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Lernen Sie Sopron und Umgebung kennen!

In unserem letzten Blogbeitrag haben wir Ihnen unsere neue Partnerklinik Hillside Dental in Sopron vorgestellt. Unser Team von Zahnklinik-Ungarn.de erhielt daraufhin jede Menge Fragen zu der Stadt Sopron. Wir haben deshalb jetzt für Sie einen Blogbeitrag zu diesem Thema erstellt. Lesen Sie, welcher berühmte Komponist in Sopron geboren wurde, welche Sehenswürdigkeiten es hier gibt, und warum die Stadt für Europas Geschichte so bedeutend ist. Lernen Sie Sopron und Umgebung kennen:

Erster Schritt in Richtung Wiedervereinigung
Sopron auf Deutsch Ödenburg, spielt eine wichtige Rolle in der europäischen Geschichte. Hier fand am 19. August 1989 das Paneuropäische Picknick statt. Während der friedlichen Veranstaltung durchbrachen mehrere hundert DDR-Bürger die Grenze nach Österreich und machten sich Richtung Westen auf. Dadurch wurde der Eiserne Vorhang das erste Mal eingerissen. Seit 2011 erinnert der Gedächtnispark Paneuropäisches Picknick an dieses wichtige Ereignis, das als erster Schritt in Richtung Wiedervereinigung gilt.

Heimat von Franz Liszt
Die Stadt hat 59.000 Einwohner und nach Budapest die zweitmeisten Baudenkmäler Ungarns, die sie bewusst schützt. Dafür erhielt Sopron 1975 die Goldmedaille des Europäischen Preises für Denkmalschutz. Die schönen Fassaden beherbergen etliche Museen. Nicht umsonst heißt Sopron „Stadt der Museen“. Der Komponist Franz Liszt kam in der Nähe von Sopron zur Welt, gab hier sein erstes Konzert mit neun Jahren und wurde 1840 Ehrenbürger der Stadt. Heute zeigt eine thematische Route die wichtigsten Schauplätze seines Schaffens. Sopron und Umgebung sind auch als Weinanbaugebiet für die Sorte Blaufränkisch bekannt.

Lage:
Sopron liegt an der westlichen Grenze von Ungarn am Vorläufer der Alpen, 80 km von Wien und 215 km von Budapest entfernt. Von Wien und Budapest gibt es direkte Zugverbindungen nach Sopron.

Geschichte:
Das Gebiet um Sopron wurde bereits in der frühen Eisenzeit besiedelt. In der Zeit der Völkerwanderung verwaiste die Stadt, bis sie im 10. Jahrhundert von magyarischen Stämmen neu besiedelt wurde. Dank der kontinuierlichen Entwicklung zählte Sopron im 15. Jahrhundert schon zu den wichtigsten Städten Ungarns. 1676 wurde Sopron durch eine gewaltige Feuerbrunst zerstört. Beim Wiederaufbau bekamen die mittelalterlichen Gebäude barocke Züge. Im 19. Jahrhundert ließ Graf István Széchenyi, der größte Reformer der damaligen Zeit, eine Eisenbahnlinie erbauen. Diese verband Sopron mit Wien. Die Nähe von Österreich sicherte Sopron auch nach der Niederlage des Freiheitskampfes von 1848-49 eine kontinuierliche Entwicklung. 1921 gab es eine Volksabstimmung darüber, zu welchem Land Sopron gehören wollte: Österreich oder Ungarn? Die Soproner entschieden sich für Ungarn und bekamen den Beinamen „die treueste Stadt Ungarns“. Im zweiten Weltkrieg erlitt Sopron schwere Schäden. Anschließend isolierte die Nähe des Eisernen Vorhanges sie jahrzehntelang sogar auch von den anderen ungarischen Regionen. 1991 erhielt Sopron den Rang einer Komitatsstadt und dadurch neue Möglichkeiten, die die Stadt erneut zu einem wichtigen Zentrum in der österreichischen-ungarischen Grenzregion machte.

Attraktionen:
Als Wahrzeichen der Stadt gelten der 1676 erbaute Feuerturm mit seinen Zwiebelkuppeln und der stimmungsvolle Hauptplatz. Der 58 Meter hohe Turm bietet von seinem Rundbalkon ein unvergessliches Panorama auf Innenstadt und Umgebung. Auf dem Platz Fő tér stehen die barocke Dreifaltigkeitssäule, die Geißkirche, das Stornó-Haus und das Gambrinus-Haus, das bis zum 15. Jh. als Rathaus diente.

Weitere Sehenswürdigkeiten:
Apothekenhaus, Kossow-Haus, Komitatshaus, Zichy-Meskó Palais, Alte Synagoge, Bügeleisen-Haus, Eggenberg-Haus, die Domkirche Sankt Georg, Kapitelhaus, Cézár-Haus, Postpalast, Dominikanerkirche, das Alte Casino, Liszt Ferenc Konferenz und Kulturzentrum, Petőfi Theater, St. Michaelis Kirche, St. Jakob Kapelle, Zwei Mohren-Haus, Heiliggeistkirche

Empfohlener Rundgang: Ausgangspunkt ist der Hauptplatz mit seinen schönen Fassaden und Museen. Hier steht das Apotheken Museum, im Fabricius-Haus die Archäologische Ausstellung sowie das Römische Lapidarium. Im Storno-Haus befindet sich die lokalgeschichtiche Ausstellung „Geschichte ohne Grenzen”, im zweiten Stock die Storno Sammlung. An der Südseite des Platzes erhebt sich die Benediktinerkirche. Weiter in der Templom utca kommt man vorbei an zwei Esterházy Palästen, die heute das Zentrale Bergbau Museum und das Forstmuseum beherbergen. Das Bezerédj-Haus direkt daneben ist eine der schönsten Rokokopaläste der Stadt.

Die frühklassizistische Hallenkirche ist die drittgrößte evangelische Kirche Ungarns und steht an der Ecke zur Kolostor utca. Die stimmungsvolle Új utca war im Mittelalter die Straße der jüdischen Kaufleute, die hier zwei Synagogen bauen ließen. Ein Spaziergang durch die Szent György utca lohnt sich auf jeden Fall. Hier befindet sich das Bügeleisen-Haus mit der Ausstellung Forum Scarbantia: Funde der Ausgrabungen zum römischen Forum. Die Domkirche Sankt Georg besitzt die älteste Glocke und Orgel der Stadt. Durch das mittelalterliche Stadttor gelangt man zum Cézár-Haus. Von dort erreicht man die Ringstraße (Várkerület), die die ovale Innenstadt umrahmt. Sie führt zum frequentierten Széchényi tér, wo das Postpalace und die Dominikanerkirche stehen. Gegenüber in der Liszt Ferenc utca 1. befindet sich im Gebäude des Alten Casinos, wo der 9-jährige Franz Liszt sein erstes Konzert gab, das Liszt Ferenc Konferenz und Kulturzentrum, das auch heutzutage ein buntes Programm anbietet.

Ein interessanter Stadtteil ist das Viertel „Wiener Vorstadt” um die St. Michaelis Kirche, die nicht nur am höchsten Punkt von Sopron steht, sondern auch nach den Ausmaßen her eines der bedeutendsten gothischen Bauwerke Ungarns. Im Friedhof um die Kirche herum findet man die St. Jakob Kapelle, ein einheimisches Beispiel für den Übergang von der Romanik zur Gotik. Damit ist sie eines der ältesten mittelalterlichen Gebäude der Stadt. Das Viertel ist aber auch für seine Wirtshäuser bekannt, wo man zu den guten Weinen der Gegend auch die typischen „Ponzichter-Gerichte” serviert bekommt. Ponzichter (Bohnenzüchter) war der Spitzname für die deutschstammigen Weinbauer, die zwischen den Rebstöcken Bohnen züchteten. Ein schönes Beispiel für die damaligen Bauernhäuser ist das Zwei-Mohren-Haus oder die alte Bäckerei mit dem Bäckermuseum.

Umgebung: Um Sopron herum gibt es zahlreiche Burgen und Schlösser, die einen Besuch wert sind: Das Bischofpalast in Fertőrákos am Neusiedlersee und das Esterházy Schloß in Fertőd, das auch als das „ungarische Versailles“ bezeichnet wird. Das Széchenyi-Schloss und Gedenkmuseum in Nagycenk ist ein schönes Beispiel für die ungarische Schlossarchitektur. Hier gibt es auch eine Museumseisenbahn für Nostalgiefahrten. Brennbergbánya, 10 Km von Sopron entfernt, ist heute ein beliebter Ausflugsort. In dem ersten Kohlebergwerk Ungarns wurde ab 1759 ca. 200 Jahre lang Kohle gefördert. Neben der alpenländischen Atmosphäre locken das Bergbau-Gedächtnishaus und die Kirche mit der Einzigartigkeit: Hier befinden sich Kirche und Kneipe unter einem Dach!

Fertőrákos
Zum Nationalpark Fertő-Hanság gehören die Region um den Neusiedler-See (Fertő) und etwas nördlicher die Waasen (Hanság). Beide bilden mit ihren Moorgebieten eine einzigartige Wasserlandschaft. Der mit Österreich gemeinsame Nationalpark ist seit 2001 UNESCO Welterbe und bietet mit seinen Naturoasen abwechslungsreiche Ortschaften wie Fertőd mit seinem Schloss, das Schatzkästchen Fertőszéplak, den Wallfahrtsort Fertőszentmiklós, Fertőboz, die Endstation der Museumseisenbahn, Fertőrákos mit seinem bekannten Steinbruch und Hegykő mit dem Thermalbad, das als Geheimtipp gilt. Freuen Sie sich auf unvergessliche Ergebnisse!

Haben wir Ihr Interesse an Sopron geweckt? Möchten Sie die Stadt persönlich kennenlernen? Dann buchen Sie den Termin für Ihre nächste Zahnbehandlung in unserer neuen Partnerklinik Hillside Dental. Unser Team von Zahnklinik-Ungarn.de freut sich auf Ihre Kontaktaufnahme!

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